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Ethik

Das Fach stellt sich vor

Im Zentrum des Ethikunterrichts steht die Frage nach dem gelingenden Leben: Was ist ein gutes Leben und wie kann man es führen? Ziel des Unterrichts ist es dabei natürlich nicht, diese Frage für alle Menschen und alle Zeiten zu beantworten. Im Gegenteil kommt es darauf an, den Schülerinnen und Schülern bewusst zu machen, dass diese Frage für verschiedene Individuen, Kulturen und Zeiten je verschiedene Antworten findet. Dem Leitbild unserer Schule folgend ist hier Erziehung zur Toleranz (GoeThe – T wie Toleranz) ein wichtiges Ziel des Ethikunterrichts. Zugleich aber geht es auch darum, Jugendlichen klar zu machen, dass mögliche Antworten auf die Frage nach dem gelingenden Leben keine bloßen Meinungen sind. In diesem Zusammenhang liegt der Fokus des Unterrichts darauf, den Schülerinnen und Schülern den Charakter philosophischer Reflexion zu vermitteln: Sie bleibt nicht beim Meinungshaften stehen, sondern hat den Anspruch, Überzeugungen und Vorstellungen zu irritieren, zu begründen und auf die ihnen zugrunde liegenden Werte und Normen zu befragen. So wenig der Ethikunterricht also einerseits ein bloßer Meinungsaustausch ist, so ist er andererseits auch kein Gesinnungsunterricht, der die Schülerinnen und Schüler unreflektiert in bestimmte Werte einübt, allerdings liegt die allgemeine Verbindlichkeit der Menschenrechte und unseres Grundgesetzes dem Unterricht zugrunde und wird hier auch vermittelt (GOethe – O wie Orientierung).

Das vernunftgeleitete Nachdenken ist dabei nur ein Baustein – wenn auch ein tragender – des Ethikunterrichts; daneben wird besonderer Wert auf das praktische ethische Handeln und Empfinden der Schülerinnen und Schüler gelegt. Prozesse zu initiieren, innerhalb deren die Jugendlichen lernen, Empathie und die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, zu entwickeln, das ist die besondere Herausforderung an jede Ethiklehrerin und jeden Ethiklehrer. Angesetzt werden kann hier bei scheinbar ganz einfachen aber für die ethische Praxis basalen Prozessen, wenn eine Klasse zum Beispiel lernt, ihren Wandertag oder ihre Klassenfahrt selbst zu organisieren. Eingeübt werden hier die Anfänge einer demokratischen Willens- und Meinungsbildung sowie Entscheidungsfindung innerhalb einer Gemeinschaft, die als solche durch diese Vorgänge erst konstituiert wird (Goethe – G wie Gemeinschaft).

Empathie und das tiefgehende Verständnis für das Denken, Handeln und Empfinden des Anderen entwickelt man am besten in der ethischen Praxis. In diesem Sinne hat es sich die Goethe-Oberschule auch hier ihrem Leitbild folgend (GoetHE – H wie Hilfsbereitschaft und E wie Engagement) zur Aufgabe gemacht, den Schülerinnen und Schülern die praktische Gelegenheit zu geben, sozial und für die Umwelt verantwortlich tätig zu werden, sei es in den Sammlungen zur Berliner Tafel oder in der Pflege unseres Schulgartens. Weitere Möglichkeiten des sozialen Engagements sollen innerhalb des Ethikunterrichts durch Projektunterricht den Schülerinnen und Schülern angeboten werden.

Vorgaben
Die Themen und Inhalte des Ethikunterrichts werden durch den Rahmenlehrplan des Fachs Ethik ebenso vorgegeben wie eine jeweils dreifache – nämlich individuelle, gesellschaftliche und ideengeschichtliche – Herangehensweise.
Zu den Vorgaben sehen Sie sich bitte die Abbildung (aus dem Rahmenlehrplan) an.
Weitere Informationen können Sie sich im schulinternen Curriculum ansehen.

Natalie Bogenschütze
Dr. Meike Steiger

Ethikunterricht

Schematische Übersicht aus dem Rahmenlehrplan