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DS-Fahrt Januar 2015

DS-Fahrt aus der Sicht der Viertsemester

Sie können sich den Fahrtbericht auch zur besseren Lesbarkeit als .pdf hier downloaden.

Jedes Jahr nach den Weihnachtsferien findet unsere wunderbare DS-Fahrt statt. Sie dient zur intensiven Vorbereitung auf das alljährliche DS-Spektakel.
Dieses Mal kamen alle DS-Gruppen unserer Schule mit. Der Kurs des zweiten Semesters unter der Leitung von Frau Nicolaus, der DS-Kurs der 10. Klassen und der Kurs des vierten Semesters, beide unter der Leitung von Frau Nejjar. Frau Krüger (De/En) kam, wie schon das letzte Mal, als hilfreiche Unterstützung für die richtige Betonung und Aussprache der zu übenden Texte mit.
Jeder Kurs hatte unterschiedliche Erarbeitungsziele:
10. Klassen: „Der Steuermann“ und kleine Rollen in “Das Millionenstück“
2. Semester: [Name des Stücks noch unbekannt] ein Stück über eine Gesundheitsdiktatur (Aufführung: 14.-16. April 2015)
4. Semester: „Das Millionenstück“ (Aufführung: 10.-12. Feb. 2015)
Als Probenort wurde die Kleinstadt Gollwitz ausgewählt. Sie liegt in Brandenburg, nur etwa eine Busstunde von Berlin entfernt. Unsere Unterkunft dort lag mitten in einem weitläufigen Park, den wir, erst nur mit verbundenen Augen und einem uns führenden Partner, kennenlernten.

Es war ein wunderschönes Herrenhaus namens „Schloss Gollwitz“, eine Begegnungsstätte für Juden und Nicht-Juden. Wir hätten uns keine schönere Unterkunft vorstellen können:
Es gab schöne, saubere und große Zimmer mit eigenem Bad. Das Essen war immer frisch und lecker. Alles stammte aus der Region. Dabei wurde auf die jüdischen Gepflogenheiten geachtet. So gab es keine fleischige, sondern nur milchige Küche, um koschere Mahlzeiten zu garantieren. Das Abendessen wurde bis in die frühen Morgenstunden stehen gelassen, was einen geheimen Mitternachtssnack ermöglichte…
Nach den Essenszeiten richteten sich auch unsere Probearbeiten. Um halb Zehn, nach dem Frühstück, begannen wir erst einmal mit der Erwärmung. Dabei konnte es sich um den bei uns sehr beliebten „Vier-Viertel“* handeln oder eine völlig neue Übung die Frau Nejjar in einer von ihr besuchten Fortbildungen erlernt hatte oder spontan einfiel. *Vier-Viertel ist eine 10-minütige Übung, in der man vier unterschiedliche Aktionen machen muss: von außen zuschauen, selber etwas machen, jemanden nachmachen oder einfach still sein. Dabei sollten alle vier Aktionen ungefähr gleich lang ausgeführt werden. Die 2 ½ Minuten müssen allerdings nicht am Stück abarbeitet werden.
Daraufhin wurde an einzelnen Szenen gearbeitet, die noch intensiver geprobt werden mussten. Bei diesen Einzel-Proben mussten wir eigentlich nicht alle dabei sein, aber meist saßen die „Unbeteiligten“ trotzdem als Zuschauer mit im Raum, um die Spielenden über Rückmeldungen zu unterstützen. Außerdem hat es uns natürlich Spaß gemacht, live bei der Erarbeitung des Stücks dabei zu sein.
Schließlich gab es Mittagessen, auf das eine zwei- bis dreistündige Mittagspause folgte. Diese freie Zeit nutzten wir zum Ausruhen, weil das Proben auch körperlich sehr anstrengend sein konnte, und zum Lernen unseres Textes, den wir dieses Mal bereits ein paar Wochen vor Beginn der Fahrt erhielten.
Außerdem spielten wir häufig Gemeinschaftsspiele, wie zum Beispiel „Ninja-Attack“.
Ziel des Spiels ist es, die Hände der anderen Spieler mit einer einzelnen fließenden Bewegung zu treffen. Es wurde sogar kursübergreifend gespielt, wodurch die Jüngeren die „Angst“ vor den Älteren etwas ablegen konnten.
Manchmal bekamen wir aber auch bestimmte Aufgaben zugeteilt (siehe weiter unten).
Etwa um halb vier versammelten wir uns alle wieder im Probenraum. In den ersten Tagen wurden dann die am Vormittag geübten Szenen präsentiert. Zuschauer waren vorerst (Montag/Dienstag) nur die „Unbeteiligten“ aus unserem vierten Semester. Später kamen aber auch die beiden anderen Kurse hinzu. Außerdem wurden Fragen nach zusätzlichen Requisiten beantwortet, der Kartenerkauf organisiert und die Werbung für „Das Millionenstück“ geplant. Nach dem Abendessen ging das Proben noch bis etwa halb zehn weiter und ging meist fließend über in ein lustiges „Freeze“-Spielen.
„Freeze“ ist ein Impro-Spiel. Dabei fangen zwei Spieler an, irgendeine Szene zu spielen. Wenn ein Zuschauer zu einem beliebigen Zeitpunkt eine Idee zu einer neuen Szene hat, ruft er „Freeze!“ oder klatscht in die Hände. Die beiden Spieler stoppen ihre Szene sofort und frieren ihre Körperbewegungen ein. Ihre Haltungen dienen oft als Grundlage für die nächste Szene. Derjenige, der die Szene gestoppt hat, löst nun einen Spieler ab und übernimmt exakt dessen Haltung. Nun beginnt meist eine völlig neue Szene.
Am Mittwoch standen ganz bestimmte Szenen im Vordergrund. Ihr müsst wissen, dass im „Millionenstück“ eine Figur vorkommt (Bülent), die von einem ehemaligen DS-Schüler von Frau Nejjar gespielt wird. Dieser war allerdings nicht mit auf die Fahrt gekommen und besuchte unser Schloss deshalb am Mittwoch, weshalb sich die Proben an diesem Vormittag vor allem auf seine Szenen konzentrierten und viele von uns, die nicht an diesen Szenen beteiligt waren, bestimmte Aufgaben zugeteilt bekamen:
So sollten ein paar von uns beispielsweise einen neuen Liedtext dichten (das Lied wird auch im Stück zu hören sein). Andere wiederum sollten sich Gedanken über die Frisuren und Gesichter der Figuren machen. So wurde eine Liste erstellt, in der jeder Charakter eine auf ihn persönlich zugeschnittene Schminkanleitung erhielt.
In der Nachmittagsprobe machten wir bereits einen Durchlauf, damit wir unseren Fortschritt sehen und Bülents Szenen gedanklich mit in den Handlungsverlauf einfügen konnten.
Am Abend schwelgten wir in Erinnerungen an unsere letzten DS-Stücke („Elfenkinder“ und „Ballgefühl“ – das Stück des damaligen 3. Semesters). Wir machten einen Fotoabend, samt Beamer und Leinwand, der nur mit Hilfe unserer tollen Techniker, Linus (DS-Kurs 10.Kl.) und Sebastian (DS-Kurs 4.Sem.), möglich war.
Am Donnerstag kam die Liste mit den Schminkanleitungen zum Einsatz. Zum einen wollten wir sie noch etwas optimieren und auf ihre Durchführbarkeit prüfen und zum anderen stand ein Fotoshooting auf dem Programm. In der Mittagspause fand sich unser Kurs deshalb in einem Raum zusammen und wir schminkten uns gegenseitig, entsprechend unserer Charaktere.
Die am Nachmittag geschossenen Fotos dienten vor allem der Erstellung von Werbeplakaten für unser Stück.
Am Abend fanden sich alle Kurse im Probenraum zusammen. Der „Präsentationsabend“ war angebrochen. Als erstes sahen wir die Probenerfolge der zehnten Klassen. Sie führten eine Szene aus „Der Steuermann“ auf. Als nächstes war das zweite Semester mit ausgewählten Szenen ihres noch namenlosen Stückes über eine Gesundheitsdiktatur, an der Reihe. Gerne durften wir als Zuschauer konstruktiv kritisieren und loben, was wir auch taten. Zum Schluss zeigten wir (viertes Semester) einige Szenen aus „Das Millionenstück“. Leider durfte hier keine Rückmeldung seitens der Zuschauer gegeben werden, da unsere vorgespielten Szenen in keinem Zusammenhang zueinander standen und befürchtet wurde, dass deshalb nur Fragen zum Inhalt des Stücks anstatt Kritik geäußert werden würden.
Nach den Präsentationen wurden sämtliche Requisiten (gelbes IKEA-Sofa, Papphocker, Gymnastikbälle, Scheinwerfer etc.) ab- und auseinander gebaut, so dass sie, wie die übriggebliebenen Süßigkeiten, am nächsten Morgen problemlos in den Bus gepackt werden konnten.
Am Freitagmorgen wurde erstaunlich leise gefrühstückt… Viele Schüler mussten noch schnell ihre Koffer packen. Trotz oder gerade wegen des Stresses waren alle schon früher fertig als gedacht und wir machten noch einen gemeinsamen Spaziergang durch den Park. Dann war der Bus da und alles konnte verstaut werden. Wir stiegen ein und waren traurig, diesen schönen Ort nach fünf Tagen schon wieder verlassen zu müssen.

Das Ende einer schönen und äußerst produktiven DS-Fahrt 2015!