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Wahlpflicht Latein

Als Schüler kann man sich durchaus die Frage stellen, warum man denn neben den modernen Fremdsprachen noch Latein lernen sollte. Dafür gibt es manchen Grund: Ein „praktischer Grund“ ist, dass man bereits in der Schule das Latinum erwerben kann, das für einige Studiengänge verlangt wird. Eine Alternative wären später s.g. Crash-Kurse, die allerdings zeit- und/oder kostenaufwändig sind. Es ist also ein riesiger Vorteil, wenn man das Latinum bereits von der Schule mit ins Studium nimmt.

Ein weiterer „praktischer Grund“ ist, dass es ein abiturrelevantes Fach ist, d.h. man kann sich im Abitur in Latein prüfen lassen, was eine Alternative zu einer Prüfung in einer modernen Fremdsprache sein kann.

Das Vermitteln der römischen Kultur, Literatur, Geschichte, Philosophie, Mythologie usw. und, damit verbunden, Bezüge zur Gegenwart kann in dieser Intensität nur das Fach Latein leisten. Nur in diesem Fach kann man in das Leben und Denken der Antike „eintauchen“.

Nicht selten hört man, Latein sei tot, dabei lebt es doch in den romanischen Sprachen wie beispielsweise Französisch, Spanisch und, natürlich, Italienisch weiter. Das Erlernen der romanischen Sprachen ist mit Lateinkenntnissen deutlich einfacher. Andererseits, wer bereits eine romanische Fremdsprache lernt, wird so manches wiedererkennen und von seinem Vorwissen profitieren. In Zeiten der Globalisierung ist das Erlernen von Fremdsprachen unumgänglich. Wer Latein kann, wird es einfacher haben. Dies gilt, nebenbei gesagt, auch für Englisch, das ja nicht zu den romanischen Sprachen zählt.

Das Lateinische hat auch das Deutsche stark beeinflusst. Dadurch, dass im Lateinunterricht der Schwerpunkt auf dem Übersetzen liegt, Sätze analysiert werden, teils wie ein Puzzle zusammengesetzt werden, beginnt man auch, die eigene Sprache mehr zu reflektieren, d.h. man wird sich seiner eigenen Sprache und Ausdrucksweise bewusster und versteht auch die Grammatik besser. Die Ausdrucksfähigkeit kann also auch in der Muttersprache verbessert werden. Anders als in den modernen Fremdsprachen ist die Unterrichtssprache im Lateinunterricht Deutsch, was manchen Schülern sehr entgegenkommt, entfällt doch in den mündlichen Beiträgen die Hemmschwelle sich in einer Fremdsprache ausdrücken zu müssen.

Zugegebenermaßen ist besonders am Anfang das Lateinlernen mit Arbeit verbunden, da aber einmal Gelerntes immer wieder vorkommt, Neues auf dem Alten aufbaut, wird der Aufwand im Laufe der Zeit immer geringer.
Schließlich, ein letzter Punkt sollte nicht ungenannt bleiben: Latein zu lernen macht Spaß!