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Traum-A-Insel

13. - 15.6.2007

Der Kurs Darstellendes Spiel unter der Leitung von Frau Kalliwoda präsentierte im Juni 2007 ein Theaterstück der besonderen Art.

Eine Rezension der Aufführung
Wäre es nicht wunderbar, mit anderen Jugendlichen ohne Erwachsene auf einer einsamen Insel zu stranden? Mit kristallklarem Meer, feinstem Sandstrand, mitten in den Tropen; kurzum: ein Paradies ganz für einen alleine. Wäre das nicht toll?
Nein!
Der DS-Grundkurs aus dem 2. Semester der Goethe-Oberschule eröffnet mit seinem Stück „Die Traum-a-Insel“ dem Zuschauer eine andere, schockierende Variante vom Leben im Paradies.

“…eine andere, schockierende Variante vom Leben im Paradies.”
Die Geschichte handelt von Jugendlichen, die sich auf ihrem Flug ins Sommercamp bzw. zu einem internationalen Golfturnier befinden, als sie über einer verlassenen Insel mit ihrem Flugzeug abstürzen. In dieser Lage ist die Gruppe gezwungen, ihr Zusammenleben zu organisieren. Doch schon bei der ersten Versammlung kommt es zu Konflikten.

“Vom Chaoten, über Visionäre und Besserwisser hin zu Machtgeilen und Sadisten ist alles vertreten”
Es kristallisieren sich zwei Gruppen mit unterschiedlichen Ansichten heraus. Die „Normalos” scharen sich um den charismatischen Jungen „Leon”. Die Schüler einer „Privat Academy” halten zu ihrer Schulsprecherin Nastie. Leon wird schließlich in einer Abstimmung zu ihrem Anführer gewählt.

“Jugendliche werden mit ihren Urängsten konfrontiert”
Schon bald werden die Jugendlichen mit ihren Urängsten konfrontiert, die durch ein Biest, das sich auf der Insel herumtreiben soll, verkörpert werden. Die machtbesessene Nastie nutzt die Angst als Impuls, um selber Anführerin zu werden, und schon bald beginnt ein brutaler, blutiger Machtkampf, in dessen Verlauf die Gruppe alle Hemmungen verliert und sich zu Wilden zurückentwickelt. Diese Entwicklung von paradiesischer Unschuld zurück zur barbarischen Primitivität äußert sich in wüsten Schlägereien und brutalem Mord.

“Einfach gute Unterhaltung”
Der Zuschauer darf sich auf eine unkonventionelle Inszenierung gefasst machen. Der Grundkurs unter der Leitung von Frau Kalliwoda verzichtet sowohl auf die ursprüngliche Bühne als auch auf einen Vorhang, und die eingebauten Zwischensequenzen sind eine interessante Variante um dem Publikum einen gewissen Gefühlszustand zu vermitteln. Obwohl die Handlung äußerst düster ist, schafft es der Grundkurs durch amüsante Szenen immer wieder gute Laune zu verbreiten, wobei Lacher garantiert sind.

“Lacher sind garantiert”
Besonders ansprechend ist die Charaktervielfalt: Vom Chaoten, über Visionäre und Besserwisser hin zu Machtgeilen und Sadisten ist alles vertreten, diese Mischung und ihre Entwicklung ist der eigentliche Reiz der Handlung. Das Stück regt zeitweise zum Nachdenken an, ohne jedoch bewusst den moralischen Zeigefinger zu erheben und erreicht somit das, was von einem gutem Schultheater erwartet wird: einfach gute Unterhaltung

von Björn Gladisch