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Marine Ökologie

Kursfahrt nach Casal Velino (Italien) 2017

Die Bio-Leistungskurse erforschten sechs Tage lang die Geheimnisse des Mittelmeeres. Neben Schnorcheltouren und biologischen Untersuchungen kamen Kultur- und Sportprogramm auch nicht zu kurz.

LK Kursfahrt Barcelona 2012

Lks Richter und Unruh

Kursfahrtbericht

Tag 1 – Dienstag, der 29.5.
Unsere Kursfahrt nach Barcelona begann, als wir uns am 29.Mai um
6:45 am Flughafen Schönefeld trafen. Nach dem alle da waren,
begannen wir mit dem Check In und stiegen um ca. 9 Uhr ins
Flugzeug.
Nach 3 Stunden Flug ohne Turbulenzen, aber mit leichter
Verspätung kamen wir in Barcelona an. Von dort nahmen wir eine
Metro in Richtung Stadtmitte, wo wir an einem Bahnhof unser
Gepäck einschlossen. Als all unsere Koffer verstaut waren, nahmen
wir eine andere Metro zur „La Rambla“. Ab dann hatten wir bis 17:30
Zeit, um Barcelona zu erkunden. Nach ausgiebigem Shopping-
Touren, Besichtigungen des Fischmarkts und des Hafens holten wir
unsere Koffer wieder ab und warteten am Bahnhof auf unseren Bus.
Dieser brachte uns zum Hotel Cap Roig bei Platja d'Aro.
Dort bekamen wir ein leckeres Abendessen und gingen dann, nach
einer kleinen Erkundungstour des Hotels, auf unsere Zimmer.

Tag 2 – Mittwoch, der 30.5
Am Mittwoch sind wir wie eigentlich jeden Tag um 7:45 Uhr aufgestanden um pünktlich beim Frühstück zu sein. Nach dem Frühstück trafen wir uns dann um 10:00 Uhr mit Badeausrüstung unten am Strand um zu schnorcheln. Als wir unten an kamen, ging es dann auch schon gleich los. Wir gingen ins Wasser und suchten den Meeresboden nach Seeigeln, Seegurken und anderen Meereslebewesen ab. Nach einer ca. 1,5 stündigen Schnorchelzeit waren wir dann fertig und fingen, an das Aquarium anzulegen. Am Ende haben wir dann doch noch viel gefangen und betrachteten die Seeigel, Seegurken und kleine Fische im Aquarium. Danach hatten wir bis zum Abendessen Freizeit. Die meisten verbrachten ihre freien Stunden am Hotel eigenem Schwimming-Pool, manche gingen in die Stadt um sich mit Proviant für die nächsten Tage auszustatten. Am Abend trafen wir uns dann alle zum Abendessen und hörten noch ein paar sehr interessante Referate wie z.B. von Max und Julian über den Seeigel.

Tag 3 – Donnerstag, der 31.5.
Der dritte Tag begann erneut mit Schnorcheln. Die Seeigel, die wir am Tag zuvor schon gefunden hatten, reichten für unser Vorhaben noch nicht ganz aus, weswegen wir uns auf die Suche nach neuen Exemplaren machten.
Die Befruchtung fand oben im Seminarraum statt. Wir legten die Seeigel auf ein mit Wasser gefülltes Glas, in welches sie ihre Spermien oder Eizellen nach einer Kaliumchloridinjektion (0,5m) abgeben sollten.
Wir hatten zum Glück sowohl männliche- als auch weibliche Seeigel gefunden (lässt sich rein äußerlich nicht feststellen).
Mit einer Pipette haben wir die beiden Sekrete in einem separaten Glas (mit etwas Wasser gefüllt) zusammengefügt.
Wir haben dann Spermien, Eizellen und das Gemisch mikroskopiert.
Die befruchtete Eizelle ließ sich unter dem Mikroskop durch eine Befruchtungsmembran erkennen.
Die meisten von uns fanden Eizellen im Zweizellstadium, einige von uns auch welche im Vierzellstadium.
Jedoch gelang es uns nicht, die befruchteten Eizellen bis ins Larvenstadium zu bringen.
Danach hatten wir Zeit zur freien Verfügung.
Am Abend hörten wir zwei Referate. Das erste Referat informierte uns über Girona, deren Neu-und Altstadt und über die Sehenswürdigkeiten (z.B. die Kathedrale).
Das zweite Referat behandelte Gaudi.

Tag 4 – Freitag, 1.6.
Nach einem sehr frühen Frühstück nahmen wir den Bus nach Barcelona. Dort angekommen umliefen wir zunächst Gaudis Sagrada Familia. Wir blieben weiter beim Thema Gaudi und fuhren zum Park Güell, einem Stadtpark der von 1900 bis 1914 gebaut wurde und der eine Größe von 17,18 ha hat. Dieser Park, der zur Erholung der Bevölkerung gedacht ist, hat aufgrund Gaudis architektonischer Leistung gleichermaßen Anzugspunkt für Touristen und Einheimische. Im Anschluss an einen einstündigen Aufenthalt fuhren wir im Bus zwischen weiteren Sehenswürdigkeiten hin und her, wie zum Beispiel zwischen der ehemaligen Stierkampfarena, dem Hafen Barcelonas, sowie dem Olympiastadion, in dem gerade ein Jugendmarathon stattfand.
Um 15 Uhr wurden wir dann mit knapp 3 Stunden Zeit an der Rambla entlassen, um die Stadt erneut alleine zu erkunden. Bevor wir dann zurück fuhren, kauften Frau Richter und Frau Unruh auf dem Fischmarkt Tintenfische in Vorbereitung der Sektionen am Sonntag.

Tag 5 – Samstag, der 2.6.
Am Samstag sind wir zur Stadt Girona gefahren und haben dort die mittelalterlich geprägte Altstadt mit ihrer Kathedrale, der Santa Maria aus dem Barock, besichtigt. Um dort hinzugelangen musste man eine Brücke, die den Fluss Onyar kreuzt, überqueren und konnten die mehrfarbige und uneinheitlich gestaltete Häuserfassaden bestaunen, die sich am Flussufer in beide Richtungen erstreckte.
Desweiteren bekamen wir die Gelegenheit, das reichhaltige Angebot an Nahrungsmitteln und Trödelgut auf einem Markt wahrzunehmen.
Wir besichtigten die Kathedrale von Girona und die Altstadt.
Nach ausgiebiger Erkundung fuhren wir nachmittags zurück. Da die Busse selten fahren, mussten wir von Platja dÀro zu Fuß zum Hotel laufen.
Alle waren reichlich erschöpft.

Tag 6 – Sonntag, der 3.6.
Nach dem Frühstück haben wir uns vormittags gegen 11 Uhr am Strand getroffen, um die am Freitag in Barcelona auf dem Fischmarkt gekauften Tintenfische und die Dorade zu sezieren.
Zunächst haben wir in kleinen Gruppen die Tintenfische äußerlich begutachtet und konnten schon einige Unterschiede zum Fisch feststellen. Anders als der Name vermuten lässt, sind Tintenfische keine Fische, da sie nicht zu den Wirbeltieren gehören, sondern Weichtiere der Klasse der Kopffüßer. Die zehnarmigen Kalmare besitzen allerdings ein stützendes Skelletelement, den Schulp, der die reduzierte Form einer ursprünglichen Schale darstellt, die sich im Laufe der Evolution in den Körper eingelagert und zurückgebildet hat. Er liegt nun schützend über den Eingeweiden. Der Schulp lässt sich leicht herausziehen.
Nachdem wir anschließend das Mundwerkzeug genauer untersucht hatten, kam nun das Skalpell zum Einsatz. Um keine Organe zu beschädigen, schnitten wir vorsichtig an der Seite des Mantels entlang, so dass dieser zur Seite aufgeklappt werden konnte und die Innereien freilagen.
Gut zu erkennen waren die Gonade, der Darm, die Kiemen und der Tintenbeutel, mit dem wir mithilfe des Schulps mit echter Tintenfischtinte schreiben konnten.
Nach und nach wurden die Organe abgetrennt bis wir nur noch den Mantel samt Cirren, die zum (Rückwärts-) Schwimmen dienen, vorliegen hatten. Aus ihm werden die Kalamarenringe für den Verzehr geschnitten.
Nach der Sezierung der Kalmare befassten sich einige Leute noch mit der Dorade. Diese war recht schwer zu öffnen und so kam es auch dazu, dass der Darm aufgeschnitten wurde, was zu einem entsprechendem Gestank führte. Herz, Leber, Kiemen und Gehirn wurden extrahiert und auch der Glaskörper des Auges konnte untersucht werden.
Nach der Arbeit folgte nach dem Aufräumen auch das Vergnügen und so hatten wir den Rest des Tages zur freien Verfügung. Die meisten verbrachten ihn am Strand oder am Pool.

Tag 7 – Montag, der 04.06.
Am Montag haben wir uns nach dem Frühstück um 8:50 Uhr getroffen um mit dem Bus nach Palamos zu fahren. Palamos war früher ein kleines Fischerdorf. Nach 20 Minuten Busfahrt sind wir in Palamos angekommen und hatten dort 45 Minuten Zeit zur freien Verfügung. Diese Zeit haben manche genutzt um sich die schöne Altstadt anzugucken. Andere haben die Zeit genutzt um noch letzte Andenken an die Kursfahrt zu kaufen. Nach den 45 Minuten haben wir uns wieder getroffen und sind zurück zum Hotel gelaufen. Dieser Weg ging an der Küste entlang, daher war er alles andere als langweilig. Man hat ungefähr 1:30 h gebraucht, wenn man keine Pause gemacht hat. Manche allerdings haben eine der vielen schönen Buchten genutzt um dort noch einmal schwimmen zu gehen und eine kurze Pause zu machen. Wieder im Hotel angekommen hatten wir bis zum Abendessen Zeit zur freien Verfügung. Diese haben manche genutzt um nochmal an den Strand zu gehen oder nochmal im Pool zu schwimmen. Der Tag war der gelungene Abschluss einer sehr gelungenen Kursfahrt der Biologie Leistungskurses.