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Geschichte

Von Karl dem Großen bis zur Napalmbombe ist alles dabei.

  • „Das Beste, was wir von der Geschichte haben, ist der Enthusiasmus, den sie erregt.“ Johann Wolfgang von Goethe, dt. Dichter (1749-1832)
  • „Die Geschichte kennt kein letztes Wort.“ Willy Brandt, dt. Politiker (1913-1992)
  • „Der schönste, reichste, beste und wahrste Roman, den ich je gelesen habe, ist die Geschichte.“ Jean Paul, dt. Schriftsteller (1763-1825)
  • „Die Geschichte lehrt dauernd, aber sie findet keine Schüler.“ Ingeborg Bachmann, österr. Schriftstellerin (1926-1973)

Wir wollen für das Fach Enthusiasmus und Interesse wecken, mit dem Ziel, die Fähigkeit zum historischen Denken und Urteilen zu fördern und zu entwickeln sowie die Voraussetzung zur Partizipation an der politischen Willensbildung und zur Mitgestaltung der Gesellschaft zu schaffen.

In der Sekundarstufe I wird Geschichte in den Klassen 7, 8 und 10 zweistündig und in Klasse 9 dreistündig unterrichtet (Besonderheit der Goethe-Oberschule).
In der Sekundarstufe II bieten wir Leistungskurse (fünf Wochenstunden) und
Grundkurse (drei Wochenstunden) an.

Zur Theorie gehört unabdingbar die Praxis. Dazu gehören neben Exkursionen zu historischen Orten oder Stadtteilen, die Besuche von Museen und Ausstellungen in Berlin und Brandenburg.

Seit 1990 besuchen wir jährlich im Wechsel die Konzentrationslager Auschwitz und Stutthof in Polen. Diese Gedenkstättenfahrten finden in der 10. Klasse statt und sollen neben der Auseinandersetzung mit dem Holocaust der Nationalsozialisten auch einen Einblick in die polnische Geschichte und Kultur Polens vermitteln. Dabei lernen die Schülerinnen und Schüler die Städte Krakau bzw. Danzig und die jeweiligen Sehenswürdigkeiten der Umgebung kennen.

Im zweiten Kurshalbjahr sind zur Unterrichtsvertiefung auch Kursfahrten mit historischem Schwerpunkt möglich (z. B. Rom). Hier bietet sich auch die überfachliche Zusammenarbeit mit anderen Kursen an (z. B. Geschichte / Latein).

 

Gedenkstättenfahrt 2016

Eindrücke der SchülerInnen

Auszüge aus den Eindrücken der Schüler*innen am Abend nach dem Besuch des Vernichtungslagers:

„(…) Schon der erste Schritt in das Lager rief Beklemmungen in mir auf. Ich versuchte mir ansatzweise vorzustellen, wie viele unschuldige Menschen hier unter grausamen Bedingungen gelebt haben. Die Tatsache, dass es die ganze Zeit geregnet hat, verstärkte dieses beklemmende Gefühl. Ich habe mir schon lange vorher Gedanken über diesen Ort gemacht und bin davon ausgegangen, dass ich emotional nicht wirklich betroffen sein werde. Doch als ich diese riesigen Massen an Haaren und Schuhen sah, war ich einfach nur geschockt. (…)“
„(…) Doch als wir mit der Führung begannen, war mir schon klar, dass der Ort eher Richtung Touristenattraktion geht, also die Einnahme im Vordergrund stand. So kam es mir jedenfalls vor. So war der Ort meiner Meinung nach keine Gedenkstätte. Es ähnelte einem Museum und man wurde schnell durchgeführt. Ich fand es auch schade, dass man keine Fragen stellen konnte, sondern die Leiterin nur durchgeredet hat. So kamen für mich keine Emotionen rüber. (…)”

„Es war ein bedrückendes Gefühl, als wir das Konzentrationslager in Auschwitz betreten haben. Der Regen, der an dem besagten Tag floss und unsere Kleidung durchnässte, vertiefte dieses Gefühl. Ich war den Tränen nah, als ich hörte, dass selbst Kinder kein Entkommen vor dem Tor des Todes sahen. Einer der schlimmsten Anblicke unseres Ausfluges, waren die zwei Tonnen Haare und die mindestens genauso hohe Anzahl an Schuhen der verstorbenen Menschen. Ich will und kann mir nicht vorstellen, welches Leid die Menschen, sowohl tot als auch lebendig, verspürt haben müssen.“
„(…) Die Gaskammern, die wir am Ende gesehen haben, haben einen starken und schrecklichen Eindruck bei uns hinterlassen, denn dort hatte man das Gefühl, dass so gut wie nichts verändert wurde. … Bei uns war die Stimmung danach sehr bedrückt und wir haben versucht, im Bus das Geschehene zu verarbeiten. (…)”

„(…) Uns hat besonders berührt: die Räume mit den Gegenständen der Gefangenen. Es war grausam und beängstigend und hat uns mitgenommen!!! Wir waren sehr geschockt von den angsteinflößenden Bildern, wo die Gefangenen im mageren Zustand dargestellt wurden. (…)”

„Heute besuchte ich mit unserer Klasse das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. Wir hatten uns bereits mit dem Thema beschäftigt und uns über das KZ informiert und hatten somit alle unterschiedliche Erwartungen – so wie ich auch. Das erste, was mir auffiel, war die Größe des Gebietes. Mir war natürlich klar, dass ein Ort der Platz für solche Menschenmengen bot, eine entsprechende Größe haben musste und doch verschlug es mir im Stillen den Atem. Es wirkte wie eine Dorf, ein Dorf des Leidens, dachte ich mir, als mir in den Sinn kam, was dort alles vorgefallen war, dort, genau da, wo ich stand. Dieser Gedanke ließ mich den gesamten Aufenthaltszeitraum nicht los. (…)”

Schüler*innen der Klasse 10a von Frau Wiedenhöft